• Elisabeth

Weißbrot

Aktualisiert: März 20

Wusstet ihr, dass man Hefeteig auch im Kühlschrank gehen lassen kann?! Im Kühlschrank geht der Teig zwar langsamer auf, dafür bleibt er fester. Man braucht viel weniger Hefe für die gleiche Menge Teig, weil man ihn mind. 24 Stunden gehen lässt. Das ist natürlich einerseits umständlicher, andererseits aber auch praktisch - wenn man am morgen Lust auf Brötchen hat, kann man sich den Teig einfach aus dem Kühlschrank nehmen und gleich verwenden. Die meisten Hefeteige für Weißbrot, die an der warmen Luft aufgehen, kann man nicht über Nacht gehen lassen.

Außerdem bekommt das Brot einen außergewöhnlichen Geschmack, dadurch, dass man ihn länger gehen lässt. Habt ihr schonmal was von „Lievito Madre“ gehört? Das ist eine Art Unterart vom Sauerteig, die man selber aus Wasser, Mehl und Öl Im Kühlschrank züchten kann. Ähnlich wie bei der Lievito Madre bilden sich bestimmte Bakterien (gute Bakterien!), die ein besonderes Aroma hervorrufen. Aber jetzt endlich das Rezept:

Zutaten:

  • 1kg Mehl (am besten Type 550 oder T65, mit normalem 405er klappt aber auch gut)

  • 10g frische Hefe

  • 640 - 660g Wasser (kalt)

  • 24g Salz

  • 1 EL Öl

So geht‘s:

  1. Das Mehl in die Schüssel geben, das Salz dazugeben. Die Hefe im Wasser lösen und zum Mehl geben. Ca. 8min verrühren und kneten (z.B. mit Holzlöffel und dann mit den Händen, Mixer mit Knethaken o.Ä. geht auch)

  2. Wenn sich alles gut verbunden hat, die Schüssel/ Plastikdose mit dem Öl einreiben. Den Teig in die Schüssel geben, Deckel drauf und in den Kühlschrank stellen.

  3. Nach ca. 12 Stunden (ich habs abends gemacht, also am nächsten morgen) ist der Teig schon ein wenig aufgegangen. Nehmt ihn aus der Schüssel und faltet ihn drei bis vier Mal (Teig mit beiden Händen auseinander ziehen, dann aufeinander klappen). Dadurch bekommt der Teig Spannung. Dann den teig wieder zurück in die Dose und ab in den Kühlschrank.

  4. Nach weiteren 12 Stunden wieder falten. Jetzt kann er auch schon verwendet werden. Der Teig hält sich bis zu fünf Tage im Kühlschrank, je länger er drin ist und aufgeht, desto besser schmeckt er! Auf jeden Fall sollte der Teig aber einmal am Tag gefaltet werden.

  5. Ihr könnt gleich den ganzen Teig zum Backen nehmen, oder ihr schneidet euch einfach die Menge, die ihr braucht, ab und tut den Rest wieder zurück in den Kühlschrank. Faltet den Teig (bzw. die abgeschnittene Teighälfte) ein letztes Mal lasst ihn dann 20min an der Luft, er muss wieder auf Temperatur kommen. Heizt n der Zeiit schonmal den Ofen auf 240°C Umluft vor. Nehmt ein tiefes Backblech, schiebt es in die unterste Schiene des Backofens und füllt es voll mit Wasser. Während der Ofen vorheizt, erhitzt sich das Wasser und verdampft dann, während das Brot gebacken wird. Dadurch bekommt das Brot eine super knusprige Kruste.

  6. Formt nun den Teig zu einem Brotleib, zu Brötchen etc. und bestäubt ihn mit Mehl. Schneidet dann mit einem scharfen Messer an (dadurch geht es im Ofen besser auf).

  7. Jetzt kann der Teig in den Ofen! (Auf die Schiene über dem Blech mit dem Wasser) Je nach Ofen dauert die Backzeit zwischen 30 und 35 Minuten.

Guten Appetit!







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